Späte Sorten M - Z

Madge Cayse

Diese spät blühende Sorte (registriert als midseason late ) besticht einerseits durch ihre sehr großen hier zu 100% gefüllten Blüten und andererseits durch ihren Duft. Für vier Wochen - von Mitte Juli bis Mitte August - ist sie hier ein sehr auffälliges Highlight (in kühleren Regionen sollte sie bis Ende August durchhalten).

Mit 60-65 cm Höhe und mindestens 15 cm Blütendurchmesser ist sie ideal für vordere Beetplätze geeignet, ihr zartes Mango-Orange verträgt sich wunderbar mit blau/lila blühenden Stauden.

Sie blüht fleißig und wächst trotz der Blühleistung und der späten Blütezeit überraschend gut - eine sehr gute Wahl, um zum Saisonausklang noch einmal Farbe und Üppigkeit in die Beete zu bekommen.

 

 

Madge Cayse

My Hope

My Hope zeigt ein schwer zu beschreibendes zauberhaftes Farbenspiel, daß ich leider mit meiner Kamera nur ansatzweise einfangen kann. Die Blüten changieren zwischen blassem Vanillegelb, Eiscremerosa und zartestem Mango-Orange.  

Mit 55 cm Höhe und ca. 12 cm Blütendurchmesser verdient sie einen Platz im Vordergrund, wo sie mit ihrem Farbenspiel Leichtigkeit und Frische ins Beet bringt. Hier ist sie mit blau/lila blühenden Stauden (Ballonblumen) kombiniert, eine echte Augenweide. 

 

 

My Hope im Duett

Nova Lavender VT

Diese nicht registrierte Sorte von Olallie aus Vermont gehört hier zu den besten Augustblühern im Garten. Sie erreicht hier eine Höhe von ca. 70 cm und einen Blütendurchmesser von fast 20 cm.

Die Blüten sind wirken häufig zweifarbig lavendelrosa und blaß gelblich und weisen eine zarte Augenzeichnung in einem hellen Brombeerton auf. Die ganze Pflanze wirkt anmutig und leicht - die schmale sternförmige Blütenform läßt sich aufgrund des klaren Rosatons sehr gut mit anderen rosa blühenden Stauden kombinieren.

Sie zählt zu meinen Lieblingen und wird fleißig als Kreuzungspartner genutzt.

Nova Lavender VT

 

 

Olallie Lavender

Lavendelrosa mit limettengrünem Schlund, ca. 75 cm hoch und reichblühend ist diese schon etwas ältere Olallie-Sorte, die immer noch nachgefragt und deshalb nicht leicht zu bekommen ist.

Viele Knospen und eine verträgliche Farbe sind ihre größten Vorteile, ausgesprochen winterhart und unkomplizert ist sie - wie alle anderen Olallie-Sorten zudem auch noch.  Daß die Form der ca. 14 cm großen Blüten nicht immer völlig regelmäßig ausfällt, verzeiht man ihr da gerne.

 

 

Olallie Lavender

Pale Light VT

Auch diese Sorte stammt von Olallie aus Vermont (nicht registriert) und bereichert den Blütenreigen zu Saisonausklang mit sehr hellen, bei idealen Bedingungen auch weiß wirkenden Blüten. Olallie führt sie als very late bloomer, hier blüht sie seit Jahren etwas früher gemeinsam mit den späten Sorten.

Mit ca. 60 cm Höhe, 15 cm Blütendurchmesser und der klassischen Blütenform wirkt sie sehr ausgewogen und harmonisch, leider wächst sie aber eher zurückhaltend und braucht ein wenig Zeit, um ihre Wirkung im Garten zu entfalten.

Pale Light VT

 

 

Sandra Elizabeth

Diese Sorte ist nach wie vor der Maßstab für die Kategorie der sehr spät/very late blühenden Taglilien - auch wenn sie hier im Garten immer schon gemeinsam mit den späten zu blühen beginnt.

Ihr guter Ruf hat seine Gründe - sie ist eine der wenigen verfügbaren tetraploiden Sorten, die noch so spät im Jahr blühen, zudem hat sie eine sehr hohe Knospenanzahl pro Blütenstiel, nahezu perfekt geformte recht große Blüten und wächst vergleichsweise gut.

Ich habe sie vor etlichen Jahren Mitte August in einem Schloßpark in der Oststeiermark in Vollblüte gesehen - und daraufhin mehrere Saisonen recherchiert (die Schloßgärtner wollten sie nicht verkaufen, niemand wußte den Sortennamen und die Gärtnereien in der Umgebung kannten sie ebenfalls nicht).

Schließlich konnte ich sie durch einen Zufall aus privater Hand erwerben und freue mich seither jedes Jahr über ihre leuchtende Pracht - sie  wird hier bei einem Blütendurchmesser von ca. 15 cm mindestens 80 cm hoch und blüht hier in guten Jahren bis in den September hinein.

Sie ist Mutter/Vater vieler meiner Sämlinge und hat den meisten sowohl Blütengröße und -form als auch die späte Blütezeit vererbt.

 

Sandra Elizabeth - Septemberblüte

 

 

Siloam Fairy Ruffles

Diese Sorte ist eigentlich als Late midseason bloomer registriert, hält sich hier aber nie an diese Angaben. Sie beginnt mit der Blüte hier üblicherweise schon Ende Juni zur Hauptblüte und blüht ca. 6 Wochen bis zumindest Mitte August durch, in guten Jahren auch bis Anfang September. Die lange Blütezeit von bis zu 60 Tagen resultiert aus der unüblich hohen Knospenzahl pro Stängel.

Mit ihrer zart apricot-cremefarbenen gerüschten Blüte und dem aparten grünen Schlund läßt sie sich harmonisch in viele Beetsituationen integrieren. Sie ist mit ca. 55 cm Höhe und ca. 13 cm Blütendurchmesser perfekt für den Beetvordergrund geeignet und sorgt dort bis zum Saisonende für üppige Blütenfülle. Erstaunlich ist auch, daß sie trotz der unglaublichen Blühleistung willig und rasch zuwächst - ich gebe jedes Jahr Pflanzen ab.

Als sie mir vor Jahren empfohlen wurde, war ich zuerst etwas enttäuscht, weil sie mir in der ersten Saison so unspektakulär erschienen ist - inzwischen gehört sie aufgrund ihrer herausragenden Qualität zu meinen Top-Kreuzungspartnern.

Siloam Fairy Ruffles zu Beginn der Blüte

 

 

Spacecoast Cotton Candy

Zufälligerweise war diese stark gerüschte Sorte vor Jahren einmal sehr günstig zu bekommen - neugierdehalber hab ich sie mitbestellt, um mir das Öffnungsverhalten bei der Rüschen bei unseren Temperaturen beurteilen zu können (bis dahin hatte ich nur eher schlichte Blütenformen im Garten).

Umso größer war die Überraschung, als sich die Sorte als sehr unkompliziert und vor allem lange und spät blühend herausgestellt hat. Völlig entgegen der Registrierung als early bloomer beginnt sie hier regelmäßig erst zur Hauptblüte Ende Juni mit dem Öffnen der ersten Blüten und blüht dafür regelmäßig ca. 6 Wochen lang bis Mitte August durch.   

Die bei der Registrierung angegebene Pfirsich-Rosa-Farbmischung fällt hier immer eher zart orange aus, die Blütenmitte zeigt einen etwas dunkleren Halo. Sie wird zumindest 65 cm hoch und erreicht hier einen Blütendurchmesser von 13 cm. Qualitativ gehört sie hier wie die anderen Kinnebrew-Züchtungen zu den besten Sorten im Garten, auch wenn sie sich nur mäßig schnell vermehrt. 

Diese Sorte verkreuze ich inzwischen sehr häufig mit den schlichteren noch später blühenden Sorten, um den Kindern üppiger gerüschte Blütenformen zu ermöglichen. In der nächsten Saison sollten der erste Nachwuchs blühfähig sein.

Spacecoast Cotton Candy

 

 

Susan Weber

Diese Sorte sticht unter den Spätblühern durch ihre eher seltene Musterung hervor. Man nennt diese Variante edge/no eye (farbiger Rand, kein Augenmuster), auch bei den früher blühenden Sorten ist sie nicht häufig anzutreffen.

Susan Weber ist mit ca. 65 cm Höhe und ca. 15 cm Blütengröße recht auffällig und punktet mit große Blühfreude. Trotzdem wächst sie vergleichsweise gut und läßt sich mit ihren klaren eisigen Rosatönen sehr gut mit rosa blühenden Stauden kombinieren.

Zudem ist sie völlig unkompliziert und nicht wetterempfindlich - in Summe also eine hervorragend gelungene Züchtung.  

Susan Weber

 

 

Suzy Cream Cheese

Dieser hochklassige spät blühende Spider in Apricot ist eine extreme Ausnahme, weil er während der Blüte laufend neue Blütenstängel produziert und so eine unglaublich lange Blütezeit von 70 bis 100 Tagen hat. Leider vermehrt sich die Sorte aufgrund dieser extremen Blühleistung nur sehr langsam.

Eine genaue Sortenbeschreibung und weitere Blütenfotos finden sie im Kapitel über Constant Rebloomer hier

Suzy Cream Cheese gehört aufgrund der Schönheit der Einzelblüte und der enormen Blütenmenge pro Saison zu meinen absoluten Favoriten und ist als Kreuzungspartner fleißig im Einsatz.   

 

 

Weitere spät blühende Sorten finden Sie hier:

Zwischenergebnise und Fotos zu neuen spät blühenden Sorten finden sie hier:

Allgemeine Informationen zu spät blühenden Sorten finden Sie hier:

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