Späte Sorten A - L

Anna Ruby

Anna Ruby bezaubert durch ihre ausgewogene Blütenform und ihre harmonische, dezente Farbgebung. Die Stängelhöhe beträgt hier ca. 65 cm und der Blütendurchmesser ist mit 13,5 cm größer als registriert. Die Blüten haben immer einen feinen goldenen Rand und öffnen hier unabhängig von der Wetterlage immer perfekt.   

Obwohl sie mit der Blütezeit midseason registriert wurde, blüht sie hier verläßlich erst in der zweiten Julihälfte.

Auf dem zweiten Bild sieht man die ganze Pflanze - zwei Fächer - gemeinsam mit der ebenfalls spät blühenden Pale Light VT. Sie wächst auch bei guter Versorgung hier langsamer als viele andere späte Sorten. Ihre Blütenschönheit und die relativ große Knospenzahl pro Stängel macht sie trotzdem zu einer herausragenden Sorte unter den Spätblühern.

Ich verwende sie häufig zum Kreuzen - die hervorragende Blütenform fehlt vielen anderen qualitativ guten späten und sehr späten Sorten.

Anna Ruby

 

 

August Fire

Die Sorte ist ein qualitativ hochwertiger Spätblüher mit satter Farbe und schön geformten Blüten (Typ UFO, cascade) auf hohen Stängeln. Hier beginnt die Blütezeit Mitte Juli und reicht bis weit in den August.

Die registrierte Stängelhöhe von 150 cm wird hier nur knapp erreicht, der Blütendurchmesser von 15 cm hingegen eher übertroffen. Die markante weiße Mittelrippe sorgt auf kräftig kirschrotem Grund für zusätzlichen Kontrast. Die eher hochpreisige Sorte ist nicht leicht zu bekommen, aber jeden Cent wert.

 

 

 

August Fire

August Orange

Der Name weckt Erwartungen - und trotz der midseason late Registrierung blüht die Sorte auch hier spät, allerdings nicht im August, sondern den ganzen Juli und das sehr fleißig. Wirklich orange fällt die Blütenfarbe hier leider nicht aus - aber immerhin reicht es für ein leuchtendes Dottergelb.

Auf ca. 90 cm hohen Stängeln tanzen rund 12 cm große schlanke Blüten in erfreulicher Menge. Die sehr alte Sorte (1946 registriert) erinnert aufgrund von Blütenform und Farbe noch eher an Wildformen - wer naturnahe Szenerien schätzt, wird sie als wertvollen Saison-Verlängerer im Garten gerne verwenden, vor allem auch weil die Sorte zügig wächst und keine besondere Zuwendung benötigt.   

 

 

August Orange

Autumn Jewels

Autumn Jewels hält, was El Desperado verspricht. Das Kind von El Desperado und Calico Jack sieht der Mutter erstaunlich ähnlich, blüht aber im Gegensatz zu dieser wirklich spät.

Für eine späte Sorte wächst sie zudem vergleichsweise gut und bringt mit ihren kräftigen Farben und großen Blüten zu Saisonende nochmal einen richtigen Hingucker/eye catcher ins Beet.  

Die registrierte Höhe von 100 cm erreicht sie hier (noch) nicht - die 15 cm Blütendurchmesser allerdings leicht. In Summe eine gelungene Sorte, uneingeschränkt empfehlenswert.

 

 

Autumn Jewels

Autumn Minaret

Diese sehr alte Sorte (registriert 1951 als midseason late) habe ich geschenkt bekommen - und war zu Beginn überfragt, was ich mit einer Taglilie, die fast 1,7 m hoch wird, in meinem kleinen Garten anfangen soll.

Inzwischen steht sie im Sämlingsgarten und kann sich dort mit ausreichend Platz gut entwickeln und ihre Stärken zeigen. Die Registrierungsangaben sind hier nicht zutreffend - sie erreicht Stängelhöhen von mehr als 2 m, was aufgrund der recht kleinen Blütengröße von nur etwas mehr als 12 cm recht unproportioniert wirkt, vor allem auch weil das Laub nur durchschnittliche Höhe erreicht. Die Blüte selbst ist eher unscheinbar und wirkt wie eine gelbe Version der Hemerocallis fulva (siehe Fotos - sie läßt sich schlecht fotografieren, wenn man keine Leiter mit hat).

Wirklich ungewöhnlich ist an der Sorte, die schier unendliche Blütezeit - hier beginnt sie Anfang Juli mit der Blüte und hatte Anfang Oktober noch immer Knospen in Reserve. Hier treibt die Sorte während der Blüte neue Blütenstängel nach - die bestehenden Stängel bilden zusätzlich neue Knospen. Wer also einen Dauerblüher für den Spätsommer/Herbst sucht und viel Platz zur Verfügung hat, ist mit dieser Sorte gut beraten (die Pflanzung in der Nähe eines Zaunes/einer Mauer ist in windigen Lagen zu empfehlen). Zudem ist sie anspruchslos, wüchsig und nicht allzu schwer zu bekommen.

Ich nutze sie derzeit hauptsächlich für Zuchtzwecke, in der Hoffnung daß sich die Blühfreudigkeit und späte Blütezeit vererben.  

Autumn Minaret

 

 

Black Cherry Type VT

Diese nicht registrierte Sorte von Olallie aus Vermont ist ein untypischer Vertreter der späten Sorten. Sie hat eine sehr kräftige Blütenfarbe und entwickelt große Mengen an Knospen.

Auch wenn die Blütenform ein wenig altmodisch anmutet (siehe Bild 2) ist diese Sorte aufgrund der Höhe, der Blütengröße und vor allem Blütenfülle in dieser Phase der Saison kaum zu übertreffen.

In kühleren Regionen sollte sie verläßlich bis in den September blühen (hier hält sie bis in die 2. Augusthälfte durch). Bei Olallie wird deshalb auch very late als Blütezeit angeführt.

Sie ist deshalb ein bevorzugter Kreuzungspartner und Mutter/Vater vieler Sämlinge hier.

 

 

Black Cherry Type VT

Boitzer Late and Plenty

Diese Sorte stammt aus dem Norden Deutschlands von Gerald Hohls, bei dem ich sie  am Saisonende live üppig blühend gesehen habe. Sie brauchte hier drei Jahre, um sich zu akklimatisieren und beginnt nun, auch hier erfreuliche Gartenpräsenz zu entwickeln. Sie beginnt hier Anfang Juli mit der Blüte und hält bis Anfang August durch.

Sie zeigt hier eher eine klassische Blütenform (registriert als UFO, crispate) und entspricht mit ihrer Höhe von rd. 1 m und einem Blütendurchmesser von ca. 10 cm auch vom Typ her älteren Sorten, der wesentliche Unterschied ist die höhere Knospenzahl und vor allem auch die spätere Blütezeit. Die sternförmige Blüte in zartgelb mit dunklem Auge kann diese bei Taglilien häufige Farbstellung am Saisonende fortführen, z. B. als Nachfolger der altbekannten Sorte Bonanza (leider keine zuverlässigen Registrierungsdaten verfügbar), die hier  immer zur Hauptblütezeit blüht (siehe Foto), aber deutlich niedriger bleibt (ca. 80 cm). 

Boitzer Late and Plenty
Zum Vergleich: Bonanza

 

 

 

 

Boitzer Late Night Crabs

Wie die zuvor gezeigte Boitzer Late and Plenty ist auch Boitzer Late Night Crabs eine Züchtung von Gerald Hohls. Sie kommt etwas besser mit den wärmeren Bedingungen hier zu recht und hat schon nach einem Jahr gezeigt, daß Sie eine wunderbare Bereicherung in der Spätsaison darstellt. Sie blüht ebenfalls von Anfang Juli bis Anfang August.

Sie ist mit rund 60 cm Höhe und ca. 13 cm Blütendurchmesser eine Sorte für den Beetvordergrund - die Blütenform erinnert hier eher an ältere Spider (registriert als UFO, cascade), die Grundfarbe kann je nach Temperatur auch sehr dunkelpurpur ausfallen - die vom gelben Schlund ausgehenden Mittelstreifen wirken dann noch auffälliger. Hier im Garten neigt sie zu rötlicheren Tönen. Für mich ist sie als Saison-Verlängerer überaus geeignet - gleich dahinter steht die wesentlich früher blühende und höhere, aber farblich sehr ähnliche Sorte Dark Star, so ergibt sich ein lang andauernder Blüheffekt im Beet.  

Boitzer Late Night Crabs

 

 

Farbvariante dunkel
Zum Vergleich: Dark Star

Bud Producer

Diese als midseason late registrierte Sorte wurde mir von einer britischen Taglilien-Sammlerin empfohlen - in ihrem Garten blüht sie regelmäßig spät und nach einer Akklimatisierungsphase tut sie das mittlerweile auch hier.  Die Blütezeit beginnt Mitte Juli und endet Mitte August - die Sorte ist sehr blühwillig und öffnet gleichzeitig viele Knospen.

Auf ca. 60 cm hohen Stängeln erscheinen viele rund 12 cm große Blüten in sanftem apricot-rose mit großem leuchtend gelbgrünen Schlund. Die Sorte soll zu den sehr lange blühenden bud producern gehören - bisher konnte ich diesen Effekt noch nicht beobachten, die Eigenschaft ist in der Regel nur bei eingewachsenen Pflanzen mit sehr guter Versorgung sichtbar.

 

Bud Producer

 

 

Bud Producer - Horst

Catherine Woodbery

Sie ist ein Klassiker mit deutlichem Duft und verträglicher Blütenfarbe. Hier blüht sie entgegen der registrierten Blütenzeit midseason late eher mit den späten Sorten gemeinsam.  

Diese Uralt-Sorte (registriert 1967) ist aus gutem Grund trotz ihres Alters immer noch gut verfügbar. Bei ca. 75 cm Höhe hat sie 12-15 cm große Blüten.

Sie wächst vergleichsweise gut und blüht lange, harmoniert farblich wunderbar mit rosafarbenen anderen Stauden und kommt auch mit weniger idealem Wetter gut zu recht.

 

 

Catherine Woodbery

Charon The Ferryman

Diese schwer erhältliche Sorte hat schlanke gelockte Blütenblätter (UFO, cascade) in dunklem purpurrot/-lila mit hellem Mittelstrich. Die Blüten mit ca. 20 cm Durchmesser werden auf rund 100 cm hohen Stängeln präsentiert.

Sie bereichert mit ihrer beschwingten Blütenform das Sortiment der eher kompakteren späten Sorten und  sorgt für Abwechslung im August. Wie viele Spider und Ufos braucht sie ein paar Jahre, bis sie ihre volle Höhe und Schönheit entwickelt; weil sie fleißig blüht, ist auch der Zuwachs überschaubar.

Hier zählt sie zu den Favoriten im August und wird oft als Kreuzungspartner genutzt.  

 

 

Charon The Ferryman

Coral Majority

Wie bei Spätblühern häufig hat auch diese Sorte mehrere Jahre gebraucht, bis sie ihren normalen Blührhythmus gefunden hat. Nun blüht sie zuverlässig von Anfang Juli bis Anfang August.

Auf ca. 80 cm hohen Stängeln zeigt sie 12-15 cm große Blüten in kräftigem Dunkelorange mit leicht gekräuselten Rändern. Die Farbe ist mit der Kamera kaum realistisch abbildbar - vor allem der neonpink leuchtende Halo um den Schlund läßt sich schwer einfangen. Dieses Farbspiel habe ich bisher noch bei keiner anderen Taglilie gesehen - zusätzlich zur späten Blütezeit wird sie so zu einem ganz besonderen Blickpunkt im Beet.

Coral Majority

 

 

Davidson Update

Davidson Update ist eine mit Blütezeit midseason registrierte Sorte, die mir von einem befreundeten Taglilien-Gärtner an der walisischen Grenze als spät blühend empfohlen wurde. Erfreulicherweise blüht sie auch hier ab Anfang Juli bis Anfang August und erfreut mit ihren relativ großen gerüschten Blüten in harmonischer Form. 

Sie wird hier knapp 60 cm hoch, der Blütendurchmesser ist meist größer als 16 cm und zeigt immer wieder ein ungewöhnliches Farbspiel um die Mittelrippen - je nach Witterung sieht man dort einen rosa/pinken Schimmer.  

Davidson Update

 

 

Davidson Update - Trio

Dr. Julius Charba

Diese Sorte ist relativ unbekannt - mir wurde sie in Italien als zuverlässig spät blühend empfohlen, obwohl sie mit der Blütezeit early midseason registriert ist. Die letzten Jahre hat sie hier Ende Juni mit der Blüte begonnen und den ganzen Juli geblüht.

Mit einem Blütendurchmesser von ca. 14 cm und einer Stängelhöhe von ca. 60 cm bereichert sie eher den Beetvordergrund mit ihrer eher seltenen Blütenfarbe. Die Blüten weisen häufig eine dreieckige Form auf, die inneren Blütenblätter sind dabei oft an der Mittellinie geknickt (pinched). Die Grundfarbe ist je nach Temperatur und Boden eher rötlich oder lila, das Auge weist immer einen bläulichen Ton auf.

Dr. Julius Charba

 

 

Dr. Julius Charba - Farbvariante

Fall Farewell

Sie gehört zu den recht seltenen sehr alten tetraploiden späten Sorten, deren Züchtung erst gegen Ende der 60er-Jahre begann (1970 gab es erst 7 davon). Fall Farewell wurde 1975 registriert und zeichnet sich durch sehr große und vor allem NICHT gelbe Blüten aus. Die Sorte beginnt hier in der ersten Julihälfte mit der Blüte und hält bis in den August hinein durch.

Auf mindestens 70 cm hohen (hier oft höheren) Blütenstängeln präsentieren sich ca. 19 cm große Blüten in eher warmen Rosa-Tönen mit goldgelbem Schlund - die in der Registrierung erwähnte Farbbeschreibung 'einfärbig lavendelfarben mit grüngelbem Schlund' konnte ich hier noch nicht beobachten; bei kühleren Temperaturen oder anderen Bodenverhältnissen kann sie aber offenbar durchaus so aussehen.  

Ich kann die Sorte uneingeschränkt empfehlen - sie wächst besser als viele andere späte Sorten und überzeugt durch Blühfreude und auffällige Blüten.

 

Fall Farewell

 

 

Fat Lady Sings

Ein sprechender Name - eigentlich ein englisches Sprichwort ('It ain't over till the fat lady sings') das sich auf die üblicherweiser schwergewichtigen Sopranistinnen in Wagner-Opern bezieht, im Speziellen auf die Walküre Brünnhilde, deren 20-minütige Arie den Schluß des ganzen Ring-Zyklus einleitet.

Im Garten ist die Taglilien-Saison jedenfall erst vorbei, wenn die 'Fat Lady' ihren Auftritt hatte. Üblicherweise beginnt hier die Blüte Mitte Juli und hält in guten Jahren bis ins letzte September-Drittel an.

Auf rund 75 cm hohen Stängeln zeigt sie meist mehr als 15 cm große kräftig gefärbte Blüten in großer Zahl. Die Grundfarbe fällt hier blaustichig dunkelrot aus - die Blüten zeigen deutliche helle Mittelrippen, der Schlund leuchtet kräftig grün. Die Blütenform ist eher schlicht, wirkt häufig dreieckig. Hier hat die Sorte Zeit gebraucht, um sich in voller Pracht zu zeigen - das Warten hat sich aber gelohnt.  

Fat Lady Sings

 

 

Final Touch

Dabei handelt es sich um einen Klassiker aus dem Jahre 1991 - sie zeichnet sich nicht nur durch die späte Blütezeit, sondern auch durch die laufende Bildung neuer Knospen an den Spitzen bereits blühender Stängel (weitere Blütenfotos und eine genauere Beschreibung finden sie hier) aus.

Ihre sehr lange Blütezeit, ihr vergleichsweise rasches Wachstum und ihre gute Verfügbarkeit machen die Sorte nach wie vor zu einem unverzichtbaren Fix-Starter, wenn man die Taglilien-Saison bis in den Herbst verlängern möchte.

 

Final Touch

 

 

Forsyth White Buds

Diese Sorte überrascht mit zweierlei Eigenschaften: sie blüht trotz der registrierten Blütezeit midseason immer erst zu Saisonende (Mitte Juli - bis weit in den August) und wie der Name schon andeutet, hat sie trotz kräftig roter Grundfarbe strahlend weiße Knospen, die zusätzlich sehr dekorativ wirken. Sie erreicht hier eine Höhe von ca. 65 cm.

Die vergleichsweise großen Blüten (Durchmesser knapp 15 cm) und deren intensiv grüner Schlund fallen auf den ersten Blick ins Auge und bereichern jedes Beet.

Leider wächst sie sehr verhalten zu und ist schwer verfügbar - der Preis für außergewöhnliche Blühleistung (viele Knospen) und die späte Blütezeit. Hier verwende ich sie oft, um die kräftige Grundfarbe und die relativ große Blüte in  noch spätere Sorten einzukreuzen.  

Forsyth White Buds - Knospen

 

 

Fuchsia Rose VT

Diese nicht registrierte Sorte von Olallie blüht in Vermont deutlich später und wird daher dort als very late bloomer geführt. Hier blüht sie gleichzeitig mit den späten Sorten von Mitte Juli bis Mitte August.

Sie zeichnet sich durch ihre intensiv fuchsia-pinke Blütenfarbe mit dem markanten weißen Mittelstrich aus. Bei einer Höhe von ca. 60-65 cm erreichen die Blüten ca. 15 cm Durchmesser. 

Weil sie wüchsig und reichblütig ist, verwende ich sie beim Kreuzen als 'Farbauffrischer' um die Leutchkraft von blasseren, noch späteren Sorten zu verbessern.

Fuchsia Rose VT

 

 

Jazzy Nights

Diese mit midseason registrierte Sorte wurde mir in Italien als zuverlässiger Spätblüher empfohlen - erfreulicherweise blüht sie auch hier von Anfang Juli bis Anfang August überreich. Ihre Pluspunkte sind die üppige Rüschung, das markante Auge und der immer gut ausgeprägte dunkle Blütenrand.

Die registrierte Höhe von 71 cm erreicht sie hier nur selten, die Blütengröße von knapp 13 cm jedoch immer. Sie hat sich bisher als relativ wüchsig und sehr blühwillig erwiesen - sie kann im Garten wunderbar als Vermittler zwischen dunklen und hellen rosèfarbenen Blüten dienen.

Jazzy Nights

 

 

Jessica Lilian

Ich habe länger überlegt, ob ich diese Sorte hier vorstellen soll. Sie blüht zuverlässig zu Saisonende (Mitte Juli bis Mitte August) und hat ausgesprochen attraktive Blüten, benimmt sich hier aber schon jahrelang wie eine echte Diva.

Selbst bei besten Bedingungen wächst sie hier verhalten und blüht ebenso zögerlich. Die angegebenen 60 cm Höhe schaffen hier nur einzelne Stängel, den Blütendurchmesser von über 16 cm erreicht sie da schon öfter. Sie unterscheidet sich im Hinblick auf die bewegte Blütenform (UFO, crispate) und die ausgeprägte Blütenmusterung stark von allen anderen späten Sorten, die ich bisher live gesehen habe.

Ich verwende sie immer wieder als Kreuzungspartner, in der Hoffnung ihre hervorstechenden guten Eigenschaften mit besserer Wuchsleistung kombinieren zu können.

 

 

 

Jessica Lillian

Johnny Come Lately

Diese Sorte ist ein farbkräftiger und großblütiger Oldie-but-Goldie. Registriert als very late blüht sie hier allerdings immer mit den späten Sorten mit (erste Juli- bis erste Augusthälfte).

Die Sorte wird hier deutlich größer als registriert - auf ca. 100 cm hohen Stängeln leuchtet sie hier mit ca. 14 cm großen Blüten in kräftigem Gelb und Orange aus dem Beet heraus.

Wer sich mit der Farbkombination anfreunden kann, ist mit dieser wüchsigen und fleißig blühenden Sorte gut beraten, um die Taglilienblüte bis in den August auszudehnen.

 

 

Johnny Come Lately

Laura Harwood

Diese Sorte blüht entgegen der registrierten Blütezeit (midseason) hier immer gemeinsam mit den späten Sorten (Anfang Juli bis Anfang August).

Sie zeichnet sich durch einen sehr großen grüngelben Schlund und durch eine sehr dunkelrote/-lila Blütenfarbe aus. Mit einer eher geringen Höhe von nur knapp 60 cm sind ihre Blüten mit einem Durchmesser von fast 18 cm ungewöhnlich groß.

Die Sorte hat nach Jahren hier immer noch mit den klimatischen Bedingungen zu kämpfen und blüht nicht zuverlässig jedes Jahr - auch die Blütenqualität und das Wachstum bleibt bisher hinter den Erwartungen. Als Kreuzungspartner benutze ich sie aufgrund der satten Farbe und der Blütengröße jedoch gerne - in der Hoffnung, damit blassere noch spätere Sorten verbessern zu können.

 

Laura Harwood

Late Starter

Diese optisch sehr auffällige Sorte blüht hier üblicherweise von Mitte Juli bis Mitte August und leuchtet weithin durch den Garten.  

Auf ca. 85 cm hohen Stängeln blüht sie mit mindestens 15 cm großen Blüten (hier meist deutlich größer) in extrem leuchtendem Rot-Orange mit einem signalroten, meist dreieckig wirkenden Auge. Der grüne Schlund wird von einem breiten orangen Rand umgeben, der nochmals Kontrast liefert. Die Blütenblätter selbst sind zusätzlich oft kräftig rot getupft.   

Mit der Kamera kann man die Wirkung der Blüten nur ansatzweise einfangen - bei Gartenbesuchern löst die Sorte regelmäßig Kaufwünsche aus, leider wächst sie nicht schnell genug, um sie laufend abgeben zu können.

Erfreulicherweise vererbt sie neben der Blütezeit auch häufig die enorme Blütengröße - einige besonders gelungene Kinder werden derzeit zwecks Registrierung genauer beobachtet.   

Tupfen am Blütenblattrand

 

 

Late Starter

Lavender Cream VT

Diese nicht registrierte Sorte von Olallie aus Vermont ähnelt der bewährten Catherine Woodbery in vielerlei Hinsicht, ist allerdings tetraploid und daher für mich ein interessanterer Kreuzungspartner.

Die angebliche Höhe von ca. 95 cm erreicht sie hier noch nicht, die Blütengröße von 15 cm hingegen schon. Es bleibt abzuwarten, ob sie hinsichtlich der Blühwilligkeit und Wuchsfreudigkeit an Catherine Woodbery heranreicht, vorerst überzeugt sie durch die späte Blütezeit und den auffälligen attraktiven grünen Schlund.

Lavender Cream VT

 

 

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